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Wind.Prinzessin

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Hm, keine Ahnung, was genau ich von meiner momentanen Lage halten soll.

Mein Leben hat so ziemlich keine Zukunft momentan. Ich bin noch jung, aber dennoch fühl ich mich zu alt für all das. Kraftlos vielleicht, ich weiss nicht.

Es gibt an den meisten Tagen immer diese fröhlichen Momente... aber das wars auch schon. Ich komme Montags nachhause und es geht mir eigentlich gut... zwei Stunden später sieht es dann schon wieder anders aus. Die, in letzter Zeit permanente, Downstimmung überholt mich wieder. Scheinbar nur zu vertreiben, wenn ich Kontakt zu Olli habe. Ohne ihn wär ich wahrscheinlich schon längst am Grunde der Gesellschaft.

Andere Kontakte, insbesonders zu ihr, sollten mich doch eigentlich auch glücklich stimmen? Naja. Sollten sie wohl auch. Tun sie aber nicht. Ich schaffe es nicht mehr, über das Internet hinweg zu sehen. Ich fühle mich immer mehr, als schreibe ich nur mit einer fremden Person. Telefonate, gut, da ist es nicht so... aber ich will eine solche Person nicht einfach 300~ Tage im Jahr oder mehr einfach nur lesen müssen.

Was zum nächsten Punkt führt. Die Treffen.
Anfangs war alles so leicht... Gott, war das leicht. Die Zeitabstände waren vielleicht größer ( Und, gottverdammt, es waren erst 4 Treffen ), aber jetzt klappt garnichts. Finanziell liege ich am Boden und wurde in den Asphalt getreten. Bald ist wohl auch erstmal ende mit Internet und Telefon. Ich kann mir das Treffen wohl nicht leisten.

Nächster Punkt. Hass. Ich hasse meinen Vater dafür. Er hat es mir versaut. Er ist schlicht und einfach zu faul. Krank ist er nicht mehr, seine Kündigung hat er schon lange. Was tut er? Garnichts. Er schuldet mir noch Geld. Sucht sich aber keinen neuen Job. Zockt lieber 24/7 die Woche nur scheiss WoW. Seine ehemalige Firma schuldet ihm auch noch einen Monatslohn. Der hätte mir das Geld für das Treffen geliefert. Aber nein. Der liebe Herr Huhn vergisst es Tag für Tag, dort anzurufen. Aber heult rum, dass kein Geld in der Hauskasse ist. Feck off.

Nächster Punkt. Hass. Man hasst mich immer mehr.
Ich lerne immer mehr Abneigung meiner Familie und teils aus meinem Freundeskreis kennen. Die eigene Familie! Warum will man mich dafür niedermachen, wenn ich einen ehrenamtlichen Beruf ausüben wollte? Wenn ich ohne widerwillen und mit einem Lächeln auf dem Gesicht meine Wehrpflicht antreten werde?
Steht es in irgendeinem Buch geschrieben, dass man dafür mit spöttischen und abwertenden Blicken beschmissen werden muss? Müssen die Menschen, die Menschen mit denen man gerne seine Zeit verbringt, denen man sein Leid und Übel anvertraut, jene Menschen die einen in so einer Situation vor der Familie retten, einem so in den Rücken fallen? Müssen sie einen dafür so heruntermachen? Was ist falsch daran? Ist es nicht genau so ein Beruf der eines Polizisten? Und wird dieser nicht noch gefeiert?

Und doch bin ich immer wieder derjenige, der die Klappe hält. Nein, ich will ja nicht meckern. Sollen sie doch reden. Die Menschen haben schon immer auf mich eingedroschen, auch wenn es bisher nie meine so genannten Freunde waren.
Aber ich höre zu, lasse sie reden, tu wie immer recht gleichgültig. Vielleicht halte ich bis zu einem gewissen Grad wirklich viel psychische Belastung aus... aber, gottverdammt, irgendwann ist bei mir auch einmal schluss.
Gott, was war ich froh, als ich endlich diesen verfickten Sprung von meinem psychischen Knacks geschafft habe und nicht mehr das Bedürfnis hatte mich zu ritzen. Ich stand so kurz vor einer Therapie, habe aber für mich selbst entschieden es alles zu lassen, da es einfach besser wurde.

Und heute ist der Tag gekommen, wo ich mir wieder eingestehen muss, in den letzten Wochen mich wieder einmal selbst belogen zu haben. Ich habe das Triumphgefühl einfach genossen, nicht mehr krank zu sein. Keiner mehr von der Sorte zu sein, den alle für einen Irren, ein psychisch kaputtes Opfer halten. Ich wollte wenigstens einmal sein wie die anderen es sind. Vielleicht mit dem Ausdruck ''normal'' zu beschreiben. Ich hatte einfach keine Lust mehr darauf, mich nicht mit kurzärmligen Klamotten in die Öffentlichkeit zu wagen.

War alles nur eine Lüge. Ich bin unter all dem Triumphgefühl fast ertrunken, habe das wesentliche übersehen. Stets der Drang danach es wieder zu tun wenn es mir schlecht geht. Und als wenn das nicht genug wäre... ich habe schon den einfachen Drang danach, egal in welcher Situation. Tags über, vielleicht in Bus und Bahn, vielleicht in der Schule. Egal wie gut oder schlecht es mir geht. Bin ich wirklich nicht ''normal''? Oder bin ich wirklich ein ''psychisch kaputtes Opfer''? Ich weiss nicht.

Danke an all die Arschlöcher, die mir das Leben zur Hölle machen.

Danke an Olli und Linda, die mir das Leben zu einer Hölle mit Eiskonfekt machen. Wenigstens ein kleiner Trost.
Sorrow Abused am 19.3.07 23:25


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Das Lied der gefallenen Helden...

Manchmal verstehe ich es selbst nicht. Ich habe keine Gründe mich zu fühlen, wie ich es immer und immer wieder tue... eigentlich bessert sich mein Leben von Jahr zu Jahr. Eigentlich wird alles nur besser. Aber wieso muss es immer diese kleinen, beissenden, fiesen Faktoren geben, die alles was man aufgebaut hat wieder in seine Einzelteile zerlegen muss? Vorallem... aus welchem Grund treten diese Faktoren immer wieder auf? Es gibt eigentlich keinen. Keinen der wirklich nennenswert wäre. Es sei denn, meine Augen verschließen sich, sobald er sich mir zeigt.

... kaum unterbreche ich das schreiben des obrigen Textes... fällt wiedereinmal einiges in sich zusammen. Bloß ist es diesmal nicht nur ein kleiner, geringer Faktor. Ich weiss langsam selbst nicht mehr weiter. Wieso? Nicht mir geschieht der ganze Mist. Ich sitze Tag ein Tag aus bloß hier, schaue zu - obwohl... nicht einmal dazu bin ich in der Lage, nein. Mir muss alles erzählt werden. Weil ich einfach nicht dazu in der Lage bin, es mitzuerleben. In das Geschehen einzugreifen. Nein, ich bin gezwungen jeden gottverdammten Tag hier zu sitzen und mir Dinge erzählen zu lassen. Nur, Gott, wann sind es mal positive Dinge? Mache ich mir zu viele Sorgen? Belästige ich gar damit? Bin ich vielleicht sogar, selbst wenn ich es mir nicht eingestehen will, übersensibel? Warum zermatert mich die geringste Kleinigkeit, bis von mir nur noch ein Staubkorn übrig ist der sich von dem Sonnenlicht anderer nährt, bis er wieder eine enorme Größe angenommen hat... nur um wieder zermatert zu werden?
Ich weiss nicht womit andere das verdient haben. Ich könnte kotzen. Vielleicht ist es sogar purer Egoismus, dass es mich so aufregt, dass ich unter den Leiden anderer zerbreche, dass diese Leiden, die nicht mir gehören, mich stets in einen Abgrund schubsen. Vielleicht regt es mich einfach nur auf, dass die Leiden anderer das Seil, welches mich vor dem Sturze rettet, bloß langsam zerschneiden. Ist es Mitgefühl? Oder purer Egoismus? Oder doch die so große Angst vor dem Fall?
Wie gerne würde ich für diese Antwort riesiges Leid auf mich nehmen. Vielleicht würde ich mir dann im Klaren sein, was eigentlich Sache ist. Wie eigentlich meine Umgebung funktioniert. Wie ich funktioniere.


Manchmal hasse ich dieses Lied. Es hat mich schon so oft heruntergerissen. Ich verbinde so viel mit diesem dreckigen Lied, und darunter ist leider nichts gutes. Und doch höre ich es mir schon wieder an. Bei diesem Lied... ist es, als würde alles um mich herum verschwimmen. Alles vergessen. Einfach nur diese Töne auf mich wirken lassen... und dann erscheint dieses Bild vor meinem inneren Auge, überschattet alle anderen Bilder welche sich nurnoch störenderweise in der Realität ausbreiten.
Anfangs sah ich dort eine schöne, grün bewachsene Wiese. Vielleicht von einer hübschen Stadt ab... nicht die heutige Epoche. Viel mittelalterlicher. Ein gepflasterter Weg führt durch die Wiese... leise begleitet von Zirpengrillen und Vogelgesang. Ein kleiner Junge läuft über den Weg... er hat ein festes Ziel vor Augen. Am Ende des Weges steht ein großer Podest, aus hellem Marmor gemeißelt... es ist eine Statue. Dieses Gebilde reprästentiert ein Mann in Rüstung, welcher mit strahlenden Augen gen Himmel lächelt... es sind die selben Augen wie der Junge sie hat. Sie strahlen diesen Antlitz an... voller Freude und Ehrfurcht... und doch rollt eine Träne seine Wange entlang. Ich weiss nicht wer dieser Mann ist, doch er war ein Held. Ich weiss nicht was für einer, doch manchmal habe ich das Gefühl ich bin der kleine Junge. Und dann fange ich den Blick der Statue... und das Antlitz verschwindet. Erneuert sehe ich eine grüne Wiese... doch ist es ein Hügel. Es raschelt leise... das Geräusch von Ketten. Dann sehe ich ihn. Ein gebrochener Mann, auf dem Boden gehockt, die Kniee zerschundet, Ketten am ganzen Leibe, welche ihn gen Boden drücken... ihn versuchen unter die Erde zu bringen. Hoffnungslos ist sein Kampf, und doch stemmt er sich gegen die einwirkende Kraft der Schellen... es bringt alles nichts. Und so zerschundet und vernarbt wie er wirkt... hat es den Anschein als kämpfe er schon seit Jahrhunderten gegen den Stahl, der ihn bindet. Als dieser Mann aufblickt, ich seine Augen für einen Sekundenbruchteil erhasche... wird mir klar, dass dieser Mann damals vor einer Statue stand und sich wünschte ein Held zu sein. Nicht im Sinne die Welt zu retten, nein... ein Held, der sein Leben meistert. Ein kleiner Junge der sich aufmachte ein Held zu werden, nun in Ketten auf meinen Hügel gefesselt, um weiten ehrloser und weniger hübsch anzusehen wie eine Statue auf einem gesäumten Hügel. Mit der Zeit treten Kinder auf den Hügel, bewerfen den kleinen Jungen, gefangen in einem verletzten Körper, mit Steinen... Steine, welche Faktoren darstellen, die seinen Kampf mit jedem Wurf schwerer machen.

Wenn ich wieder meine Augen öffne, das Lied nach einigen Minuten zuende geht... stellt sich mir wieder die Frage - spielt meine Fantasie mir einen Streich, oder bin ich bloß ein kleiner Junge auf dem hoffnungslosen Weg ein Held zu werden? Muss ich erst stolpern oder kämpfe ich bereits gegen die Ketten?

Warum kann mir darauf niemand antworten?
Sorrow Abused am 15.12.06 06:41


let's find the way back home

Ich weiss nicht. Jeder Entry der hier folgt beinhaltet die selbe leier, nur anders formuliert. Aber das interessiert mich einen Scheiss. Ich bin auch nur ein Mensch, and mortal anyway.

Ich weiss nicht genau, was ich von alle dem halten soll. Ich meine… ich bin wirklich gesegnet… will ich wahrlich meinen… doch gleichzeitig *kann* ich nur verflucht sein. Ich freue mich Ewigkeiten auf etwas, und das wird immer…ja, eigentlich *immer* durch irgendwas entweder komplett zerstört oder in gewisser Weise einfach vermiest. Ich will nicht egozentrisch wirken, aber ich denke – nein, ich weiss – obwohl ich viel Scheisse gebaut habe, so habe ich doch eindeutig einmal verdient, dass etwas glatt läuft. So wie es soll. Diese eine Woche war ein Ansporn auf das, was ich haben will. Letztendlich hatte schließlich auch diese Woche kein Happy End, und das wusste ich schon Monate vorher, dass es so kommen würde. Aber warum? Warum kann nicht *einmal* in meinem Leben nach meinem Wunschdenken geschehen? Warum haben so viele verdammte Menschen so ein Schweineglück, wobei sie es sich niemals verdient hätten? Gut, eine Sache habe selbst ich nicht verdient. Und diese eine Sache ist… fast alles, worüber ich hier schreibe. Es ist eigentlich unfair, „sie“ als eine Sache zu bezeichnen. Sie ist schließlich eine lebende Person… die meiste Zeit leider für mich nicht so lebendig, wie ich es gerne hätte… anyway.

Diese eine Woche hat mich sehr geprägt. Ich muss wirklich behaupten, dass sie mich sehr geprägt – vielleicht gar verändert hat. Ob nun zum negativen oder positiven wage ich nicht zu beurteilen, aber ich würde meinen dummen Arsch darauf verwetten, dass es nichts negatives ist. Wenn meine ( Ouhlala, ein Pseudobegriff in meinem Mund, steinigt den alten Pseudohasser ) „Downtimes“ sich auch mindestens verdreifacht haben. Okay, das ist berst… nennen wir es Depression. Wie auch immer. Ist mit letzten endes eh scheiss egal. Ich weiss nicht… diese Woche…

… es war das schönste, was ich je in meinem Leben erlebt habe. Und das auf fast eine Woche ausgeweitet. Ich fahre von „Zuhause“ weg… fahre zu dir… klar, anfangs ist mir alles fremd – die Stadt, das Haus, einfach alles… doch kaum bin ich wieder heim, trifft es mich wie ein Schlag ins Gesicht, ein Knie in die Magengrube und eine verchromte Brechstange mit Titanlegierung in die Weichteile gleichzeitig. Das ‚ist’ nicht mein Zuhause. Hier lebe ich, hier bin ich großgeworden. Aber mein Zuhause liegt 4 Stunden mit dem Zug richtung Osten. Ich habe dort…bei dir…gar mit deinen Freunden und deiner Familie eine Woche ein Leben geführt, das ich gar nie missen möchte. Genau so wenig – nein, noch mehr – möchte ich alles andere missen. Ich will nicht missen, zu spüren, wie unsere Lippen kollidieren… ich will nicht missen, mich mitten auf der Straße an dich zu drücken… ich will nicht missen, meinen Arm um dich zu legen, dich behutsam neben mir schlafen zu wissen und morgens mit dir aufzuwachen… ich will nicht deinen sanften Geruch missen, welcher scheinbar noch jetzt an mir hängt. Ich will nicht missen, wie du mir ein warmes Lächeln schenkst… ich will es nichtmal missen, dich zu verwöhnen. All das – sogar diese verdammt ungemütliche Pritsche – haben mich geprägt. Und all das, was mich so wunderbar fröhlich stimmte in nur 6 Tagen wurde mir in wenigen Minuten aus den Händen gerissen, ich wurde in einen Käfig gesteckt und wegtransportiert, zurück in mein Gehege, dort wo ich nicht eigentlich hingehöre, dort wo ich gefangen bin, wo ich nicht *zuhause* bin. Doch war mir von da an bewusst… ich werde nicht zulassen, dass so große Zeiträume zwischen meinen Heimwegen liegen.

So war alles wieder teils im regen… Planungen liefen an… und was muss passieren, nach meiner oben genannten ‚Lebensbeschreibung’, da doch alles irgendwie zunichte gemacht werden muss? Alles wird zerstört… so musste es kommen… ich scheisse echt auf den Spruch ‚Die Hoffnung stirbt zuletzt’. Kann ich wild widerlegen. Meine Hoffnung stirbt jeden Tag, nachdem sie jeden morgen neu geboren wurde. Genau so sterbe ich jeden Tag, den ich nicht ‚Zuhause’ verbringe. Ich sterbe jeden Tag, in dem mich deine Arme nicht aus dem schlingenden Abgrund ziehen, welcher mit kalten Fingern meine Fußgelenke umschlingt.
nostalgia am 16.8.06 01:05


candylike

Dinge, die man liebt, zu beobachten - ohne die Fähigkeit zu besitzen, sie berühren zu können, ihre Gegenwart spüren zu können... einfach mit und bei ihnen sein zu können, sich ihrer Nähe zu laben - all dies nicht zu können ist irgendwo sehr deprimierend. Momentane Gefühlsstatus? Zerrissen. Ich fühle mich wie ein Würfelzucker im Jahrhundertregen. Ich habe nurnoch das Gefühl, von Zeit zu Zeit immer labiler zu werden. Etliche Faktoren, welche mir momentan das Leben versauen und erschweren, und nur ein Faktor welcher mich immer wieder hochzieht.

Schatz? Ich liebe dich. Über alles. Scheiss drauf, was andere sagen. Eine Woche wird niemals genug sein. Ein ganzes Erdenleben wird nicht genug sein, dir meine Liebe kund zu tun. Kein Wort der Welt ist in der Lage, dir meine Liebe kund zu tun. Nicht die geringste Geste könnte es dir überbringen. Auf das der Sommer uns weiter bringt.
Sorrow Abused am 22.4.06 17:04


die tryin'

Nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag, da ich nach langer Zeit mal wieder ausnahmsweise was zu berichten habe... viel werd' ich nicht schreiben.
Heute Morgen bin ich schweißgebadet aufgewacht... mehr als nur schlecht geträumt. Es war der wohl realistischste und detailgetreueste Traum, den ich jemals hatte. Erläuterung ...

Ich weiss nicht mehr genau, wie es anfing… ich sah in dem Traum permanent nur eine Person, es war als wenn ich ständig diese Person vor Augen hätte, selbst aber nicht anwesend bin… als wäre ich bloß hinberufen, sie zu beobachten. Jene Person war von Anfang bis zum Ende Linda.
Ich sah sie in irgend einem grauen Raum, es war wahrscheinlich ihre Wohnung… ob das Grau die Lage widerspiegelte, weiss ich nicht – kann gut sein. Sie saß irgendwie… in einer Ecke. Sie war zusammen gekauert, dennoch blickte sie mit einem fast schon hoffnungsvollen Blick in den Raum hinein. Ich konnte nicht erkennen ob noch jemand anwesend war, ich hatte bloß Linda im Blickwinkel. Dann ertönte eine Stimme, ich weiss nicht wer es war. Ich glaube, ihr Vater hatte auch irgendwann etwas gesagt – ich glaube auch, die unbekannte Stimme hatte mit ihrem Vater gesprochen. Vielleicht im Nebenraum, vielleichte lauschte Linda ihnen…
Die Stimme fing an, zu reden. Nicht zu Linda, nicht zu mir – wie gesagt, ich glaube zu ihrem Vater. Er erzählte ihm immer wieder, dass Linda doch so anders ist. Die Gesellschaft würde sie abstoßen, sie sei doch irre. Sie ritzt sich, geht in Therapie, sie widmet ihr Leben einem Internetuser, den sie nichteinmal kennt. Sowieso – wie sie sich doch erst anzieht.
Lindas Gesichtsausdruck verzog sich. Wie vom Winde verweht verschwand der Hoffnungsschimmer in ihrem Blick… doch die Stimme sprach weiter. Die ersten Tränen liefen über Lindas Gesicht.
Nun sprach die Stimme immer weiter. Man würde es Linda doch nur nicht sagen, man würde sie nicht so offensichtlich von der Gesellschaft ausstoßen – schließlich ist ihre Familie groß und beliebt, wäre da nicht dieses schwarze Schaf. Er sprach zu ihrem Vater, dass er ihn doch mag, er kennt die ganze Familie und mag sie sehr – doch Linda sei ein Dorn im Auge. Ich selbst verstehe das alles nicht. Dann brach Linda unter Tränen zusammen…

Ich weiss nicht wie es weiterging. Jedenfalls wurde es schwarz… doch das Bild tauchte wieder auf. Ich denke, es war nun Lindas Zimmer. Sie hatte irgendwie keine Hose an, bloß ein dunkles Oberteil und Unterwäsche. Wieder sah ich die Umgebung bloß in einem Grauton, den Blick starr auf sie fixiert. Dann ging es wieder los… sie weinte… Tränen floßen im Übermaß… doch was dann kam hatte mich geschockt, selbst im Schlaf. Sie nahm die Hände hinter ihrem Rücken hervor… in der rechten befand sich eine Rasierklinge. Ich hätte sie ihr doch am liebsten abgenommen, aber ich konnte nicht in das Geschehen eingreifen. Sie weinte weiter, dann hob sie die Klinge… und ich durfte jämmerlich und hilflos zusehen, wie sie sich langsam die Pulsadern aufschneidete. Ich verstehe den verdammten Traum nicht. Ich musste zusehen wie sie schwächer wurde, das Blut in Strömen aus ihrem Arm floß. Irgendwann brachen ihre Beine zusammen, sie lag auf dem Boden… obwohl alles Grau war, so sah ich doch wie blass ihre Haut wurde. Ich spürte nurnoch, wie ihr Leben versiegt war, bis ich letztendlich schweißgebadet aufgewacht bin.
Sorrow Abused am 21.4.06 16:04


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